SPÖ Perchtoldsdorf

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Auflage der 9. Änderung Bebauungsplanes

So klein, wie auf der Homepage der Marktgemeinde Perchtoldsdorf angeführt, sind die Änderungen nicht; es handelt sich um enorme Veränderungen in sensiblen Bereichen.

Im Bereich des Gymnasiums, der Volkschule und der Neuen Mittelschule soll die Änderung des Bebauungsplanes einen Neubau der Volks- und Sonderschule ermöglichen. Das alte denkmalgeschützte Gebäude, in dem die Volksschule derzeit untergebracht ist, soll dem Gymnasium zur Verfügung gestellt werden und auf der Fläche, die das Foto zeigt, soll der Neubau errichtet werden. Begründet wird der Neubau unter anderem mit dem Hinweis, dass die Schülerzahlen in der Volksschule Roseggergasse gestiegen sind (seit 2004/05 um 13 Schüler, das ist ein Schüler pro Jahr). Sämtliche Beschränkungen bezüglich Bebauungsdichte sollen wegfallen und die Errichtung von Gebäuden bis zu 20m Höhe! möglich gemacht werden.

SPÖ Perchtoldsdorf - Bebauungsplanänderung Volksschule Perchtoldsdorf

Historisch gesehen ginge mit der Errichtung dieses Objektes eine weitere Beeinträchtigung dieses Ortes mit seiner „spirituellen Atmosphäre“ (Zitat - Paul Katzberger) einher. Bis 1783 war dieser Ort ein Wallfahrtsort mit der heute noch bestehenden Auferstehungssäule als Zentrum. Der Beginn der Wallfahrt war in der Weingasse. Die toskanische Säule mit dem hl. Leonhard am Beginn der Weingasse existiert noch. Ende der „Via sacra“ war die 1720 errichtete Kirche, die zum vielbesuchten Wallfahrtsort wurde. Auf dieser Straße – von der „Leonhardisäule“ bis zur Kirche – existierten 20 ähnliche Säulen und neun Kapellen mit Kreuzwegstationen. Heute erinnern nur mehr die „Leonhardisäule“, die Auferstehungssäule und die Kreuzkapelle an diese Zeit. Joseph II hat mit der Zerstörung dieses Kraftortes begonnen, der geplante Zubau würde sein Werk der Zerstörung wohl vollenden.
Es gibt sicher auch andere Möglichkeiten!

Die Änderungen findet man auf der Homepage der Gemeinde unter

https://www.perchtoldsdorf.at/images/stories/startseite/018/0193-900-BBPL-2018.pdf

Ein Hinweis, dass man Einsicht nehmen kann und auch eine Stellungnahme abgeben kann fehlt  - leider.
Es geht aber bis 15. März!



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